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Vorbericht zum 1. Spieltag gegen RW Erfurt (Sa, 28.07., 13.30 Uhr)

Am 28. Juli (Sa) startet die VSG Altglienicke in die neue Regionalliga-Saison 2018/19 mit einem Heimspiel gegen Drittliga-Absteiger FC Rot-Weiß Erfurt Hier zum Auftakt wieder einige Infos vorab.

Die punktspielfreie Zeit ist vorbei. Zum 1. Spieltag der Regionalliga Nordost empfängt die VSG Altglienicke am Sonnabend, den 28. Juli 2018, als hochkarätigen Gast den FC Rot-Weiß Erfurt. Das Spiel beginnt um 13.30 Uhr im Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark (Cantianstraße 24, Berlin-Prenzlauer Berg). Für uns ist es eine absolute Premiere gegen die Thüringer zu spielen.

Die Erfurter vollziehen mit dieser Saison einen schweren Gang. Erstmals in seiner Vereinsgeschichte findet sich der traditionsreiche Klub aus der Landeshauptstadt Thüringens in der Viertklassigkeit wieder. In der 3. Liga war man vor zehn Jahren Gründungsmitglied. Begleitet von einem Insolvenzverfahren hieß es nun zum Saisonende letzter Platz und Abstieg in die Regionalliga Nordost. Es gab deutlich bessere Zeiten, so spielte man 2004/05 noch mal ein Jahr 2. Bundesliga, doch das war wie in der Saison 1991/92 nicht von Dauer. Auch in der ersten gesamtdeutschen 2. Liga war Rot-Weiß Erfurt Gründungsmitglied, nachdem die letzte Saison im Oberhaus des DDR-Fußballs zu den erfolgreichsten gehörte. Bei dem damaligen Platz 3 in der am 3. Oktober 1990 von der DDR- zur NOFV-Oberliga mutierten Spielklasse trennte nur ein Punkt von Dynamo Dresden davor. Ein Sieg mehr zum Abschluss der Saison 1990/91 und die Erfurter wären mit der Wiedervereinigung des Fußballs in die 1. Bundesliga aufgerückt. Leider reichte es aber auch nicht die Chance der 2. Bundesliga erfolgreich zu nutzen. Angestrebte Wiederaufstiege wurden öfter verfehlt. Bis auf den dann überraschenden Aufstieg 2004 für eine Saison wurden die Erfurter festes Inventar in der Drittklassigkeit. Die ganz großen Erfolge liegen weiter zurück.
Der Verein mit Wurzeln in dem 1895 gegründeten SC Erfurt war 1954 und 1955 zweimal DDR-Meister. Damals noch unter dem Namen Turbine Erfurt. Seit Januar 1966 firmiert man durch Ausgründung der Fußballabteilung als eigenständigen Verein unter FC Rot-Weiß Erfurt. Bis auf eine kurzzeitige Phase in den 60er und 70er Jahren als Fahrstuhlmannschaft mit einigen Intermezzi in der DDR-Liga waren die Erfurter recht durchgehend seit den Anfängen 1949 in der DDR-Oberliga zuhause. Meist mit Mittelfeldplätzen.

Rot-Weiß Erfurt will sich nach dem nun erfolgten Abstieg in die Regionalliga Nordost nicht allzu lange in der Viertklassigkeit aufhalten. Das laufende Insolvenzverfahren soll den Verein wieder schuldenfrei machen. Für die nächsten Jahre ist der Wiederaufstieg angepeilt. Ob es gleich im ersten Jahr gelingt, wo der Nordost-Meister anders als bisher direkt aufsteigt, wird davon abhängen, wie es gelingt den rundum neuen Kader zu einer spielstarken Einheit zu formieren. Man weiß, auch Cottbus hat zwei Jahre für die Rückkehr gebraucht. Viele Vereine haben für die neue Saison massiv aufgerüstet.

Ganze 25 Spieler haben die Erfurter mit dem Abstieg verlassen. Einer davon ist Tugay Uzan, der nun in Reihen der VSG Altglienicke spielt. 19 Spieler sind ablösefrei neu gekommen: Francis Adomah (BFC Dynamo), Pierre Becken (BAK 07), Lukas Cichos (1. FC Magdeburg), Mame Diouf (VfV Hildesheim), Danilo Dittrich (SV Seligenporten), Darryl Geurts (SC Paderborn), Rico Gladrow (Union Fürstenwalde), Tobias Hasse (FC Viktoria 89), Velimir Jovanovic (Greifswalder FC), George Kelbel (TSG Neustrelitz), Julian Knoll (eigene Jugend), Til Schwarz (eigene Jugend), Petar Lela (Wacker Nordhausen), Quentin Fouley (Eintracht Braunschweig II), Nicolai Lorenzoni (TuS Koblenz), Lukas Novy (VfB Auerbach), Daniel Rechberger (Floridsdorfer AC), Andis Shala (SV Babelsberg 03) und Glody Zingu (TSG Neustrelitz). Man sieht also einige Bekannte aus der letzten Regionalliga-Saison darunter. Der neue Trainer war bis vor kurzem auch in Berlin tätig. Ex-Nationalspieler Thomas Brdaric trainierte bis vor kurzem Oberligist Tennis Borussia. Torwarttrainer bei den Erfurtern ist wie bisher René Twardzik, der Vater unseres VSG-Keepers Dan Twardzik.

Die letzten Testspiele von Rot-Weiß Erfurt zeigten noch etwas Luft nach oben. Gegen Drittligist Hansa Rostock gab es ein 1:2, gegen Drittligist Hallescher FC ein 0:1 und bei Oberligist VfL Halle 1896 wurde 5:0 gewonnen.

Der Eintritt beim Spiel, wo in der Halbzeitpause auch wieder Ronny Rothé auftreten wird, beträgt (inclusive Stadion-Echo) 10 Euro, ermäßigt 8 Euro, VSG-Mitglieder 5 Euro. Der Einlass beginnt eine Stunde vorher. Da wir zahlreiche Fans aus Erfurt erwarten, gibt es wieder eine Fangruppen-Trennung. Der Zugang für die Erfurter erfolgt von der Topsstraße / Eberswalder Straße, für den Rest von der Cantianstraße über das Gelände des Jahn-Sportparks.

Joachim Schmidt

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