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Ein Fuchs als Wendepunkt – 1:1 gegen Optik Rathenow

Gegen Aufsteiger Optik Rathenow lief man früh ab der 13. Minute einem Rückstand hinterher und musste längere Zeit fürchten weitere Tore zu kassieren. Kurz nach einem verschossenen Elfmeter rettete Kevin Kahlert in der 81. Minute mit seinem Kopfballtor zum 1:1 zumindest einen Punkt.

Die Erwartungshaltung gegen den in sieben Spielen ohne jedes Auswärtstor und Auswärtspunkt angereisten Tabellenletzten FSV Optik Rathenow war groß, die unbefriedigende Heimbilanz aufzubessern und wieder einen Sprung ins Tabellenmittelfeld zu machen, doch die Zuschauer sahen recht schnell ein Spiel, in dem es immer wieder hin und her zwischen den beiden Toren ging. Schon nach zwei Minuten zeigten die Rathenower ein Achtungszeichen, als Ex-VSGer Caner Özcin auf das von Dan Twardzik gehütete Tor abzog, doch der Ball knallte gegen den Pfosten. In der 13. Minute passierte es dann tatsächlich, dass die Gäste nach einer Ecke mit ihrem ersten Auswärtstor der Saison in Führung gingen. Zunächst den Ball noch von Twardzik abgewehrt, brachte Benjamin Wilcke diesen zurück in den Strafraum, wo Emre Turan zum 0:1 einschob. Man sah sichtlich, wie das die Optiker moralisch aufbaute und diesen den Druck erhöhten. Immer wieder erarbeiteten sich die Gäste Chancen und eine davon war in der 22. Minute, als Özcin auf das Altglienicker Tor zueilte und durch Kapitän Björn Brunnemann zu Fall kam. Ein daraus sich ergebender Freistoß galt als gesichert, aber Schiedsrichter Greif entschied auf Notbremse und zog gegenüber „Brunne“ die Rote Karte. Das verunsicherte die dezimierten Altglienicker Feldspieler auf ein Weiteres. VSG-Keeper Twardzik erwies sich glücklicherweise immer wieder als ein sicherer Rückhalt, um einen weiteren Treffer der Rathenower zu verhindern. Zwischenzeitlich reichte es VSG-Coach Andreas Zimmermann mit der Spielweise, so dass er schon in der 27. Minute einen Doppelwechsel mit Kahlert und Preiß für Uzan und Cami vollzog. Insbesondere Kevin Kahlert brachte wieder etwas Ordnung in die Defensive. Die VSG hatte auch die letzte Tormöglichkeit vor der Pause, als aus dem Gewühl heraus ein Kopfball an die Latte klatschte.

Im zweiten Durchgang wurde das Spiel der Altglienicker besser. Kurz nach Wiederanpfiff schoss Hasan Pepi freistehend am Tor vorbei. In der 56. Minute folgte der zunehmend offensiv agierende Kevin Kahlert, der im Fünfmeterraum völlig freistehend den Ball über das Tor fliegen ließ. Man sah, dass die VSG heiß auf den Ausgleich war, aber immer wieder scheiterte es im ordungsgemäßen Abschluss vor dem Tor.
Etwa 25 Minuten vor Schluss gab es dann das Kuriosum, dass der Schiedsrichterassistent aufgeregt seine Fahne wedelte und erst unklar war, worum es eigentlich ging. Dann sah man den Grund: Ein Fuchs hatte das Spielfeld betreten, lief in Richtung Strafraum und sorgte dementsprechend für eine Unterbrechung, bis Christopher Quiring den nicht eingeplanten Mitspieler verscheuchte. Mit dem Aufkommen des Fuchses sollte sich aber noch einmal die Spannung in dieser Partie erhöhen. Drei Minuten später unterbrach abermals ein Pfiff das Spiel, als Christian Preiß am Boden lag. Mit etwas Zögern entschied Schiedsrichter Greif doch auf Elfmeter. Der sehnsüchtig erwartete Ausgleich blieb aus, denn Benjamin Föster schoss den Strafstoß weiter über das Tor. Allmählich sah man wie bei den Rathenowern die Kräfte nachließen In der 81. Minute erzielte schließlich Kevin Kahlert mit den Kopf den 1:1-Ausgleich, der zumindest einen Punkt bescheren sollte. Es ergab sich noch einmal eine wilde Schlussphase, in der die VSG nachlegen wollte, doch es mangelte hier und da wieder im Abschluss. Hasan Pepic schoss aus spitzem Winkel Optik-Keeper Bjarne Rogall an, obwohl zentral zwei VSG-Akteure mitgelaufen waren und eine günstigere Position hatten. In der Nachspielzeit hatten die Optiker ihrerseits noch einmal eine große Chance durch Murat Turhan, doch der verfehlte das Tor. Es blieb bei der Punkteteilung.

VSG-Trainer Andreas Zimmermann: „Die erste Halbzeit war unter aller Sau. Das war unglaublich, wir wussten, dass Rathenow hinten gut stehen will und konterstark ist. Spätestens nach dem Pfostenschuss nach zwei Minuten muss man dann doch wach werden! Dann kommt der Rückstand und dann Rot – ja, das kann man geben. Wenn ich dann sehe, wie wir in der zweiten Halbzeit mit zehn Mann genau das machen, was wir von Anfang an wollten… Das Unentschieden ist gerecht, wir müssen wegen der ersten Halbzeit damit zufrieden sein. In der zweiten Hälfte war das moralisch, von denen, die auf dem Platz standen, okay. Wir werden ab morgen hart weiterarbeiten. Heute muss ich mich erst nochmal schütteln, mir das alles nochmal durch den Kopf gehen lassen.“

Aufstellung: Twardzik – Cami (27. Preiß), Brunnemann (bis 22. Minute), Czyborra, Brehmer – Skoda (75. Kroll), Quiring, Pepic, Müller – Uzan (27. Kahlert), Förster

Tore: 0:1 Turan (13.), 1:1 Kahlert (81.)

Rote Karte: Brunnemann (22., Notbremse)

Joachim Schmidt

 

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