Zum Jahresausklang stand noch einmal die Aufgabe im Landespokal beim Berliner AK 07 an. Frühzeitig machte die VSG die Richtung klar mit Treffern von Kahlert und Quiring, auch ein Anschlusstreffer kurz vor der Pause änderte daran nichts. Mit weiteren Toren von Pütt und Quiring k0nnte durch ein 4:1-Erfolg der Viertelfinaleinzug sichergestellt werden.

Von der Tabellenlage her konnte die VSG Altglienicke eigentlich kein ärgeres Los im Berliner Landespokal treffen: Auswärts beim aktuellen Regionalliga-Zweiten Berliner Athletik Klub 07. Unterhalb den Ligen 1 und 2 gibt es keinen höherplatzierten Berliner Klub im Pokalwettbewerb, den man erwischen konnte. Doch der Pokal hat bekanntlich seine eigenen Gesetze, schon vor zwei Jahren gelang es einmal den BAK im Achtelfinale zu bezwingen, und das wurde schnell deutlich.

Von Beginn an entfachte die VSG Altglienicke im Poststadion ein echtes Feuerwerk. Frühzeitig wurden immer wieder die BAK-Spieler im Spielaufbau gestoppt, so dass sie gar nicht erst groß ins Mittelfeld vordringen konnten. Die Gastgeber wirkten erschreckend passiv und ließen in der Abwehr durch individuelle Fehler immer wieder Räume offen. Wo Zweikämpfe stattfanden, waren in der Regel immer wieder Altglienicker erfolgreich. Nachdem in der Anfangsphase vier hochkarätige Torchancen unglücklich vergeben wurden, fiel dann in der 10. Minute tatsächlich die frühe 0:1-Führung durch Kevin Kahlert. Es sollte keine drei Minuten dauern, bis Christopher Quiring zum 0:2 nachlegte und die Altglienicker Fans in Wallung brachte. Ein zeitweiser Wendepunkt des Spielverlaufs war, als in der 22. Minute ein BAK-Spieler Kahlert foulte und dieser längere Zeit am Boden liegen blieb. Der spielte zwar bis zur Halbzeitpause weiter, war aber sichtlich angeschlagen, so dass die Hausherren sich in dieser Phase etwas stabilisierten und einige Male VSG-Keeper Twardzik prüften. Dementsprechend kam der BAK in der 40. Minute durch Tahsin Cakmak auch zum schmeichelhaften 1:2-Anschlusstreffer. Letztlich ging es mit einer knappen Führung bei einem Torchancen-Verhältnis von 8:3 für Altglienicke in die Pause.

Im zweiten Durchgang ließ der BAK mit einem strafferen Spielaufbau zunächst den Willen erkennbar, das Spiel noch drehen zu wollen. Man bemühte sich zum Ausgleich zu kommen, so dass die Altglienicker Spieler sich etwas in die eigene Hälfte zurückzogen und auf mögliche Konter lauerten. Nachdem den Hausherren aber nichts vor dem gegnerischen Tor gelang, nahm die VSG wieder das Heft des Handelns in die Hand. René Pütt erhöhte in der 67. Minute auf 1:3 und als der ein großartiges Spiel liefernde Christopher Quiring in der 73. Minute das 1:4 nachlegte, war den Zuschauern klar, dass dem Gästeteam aus Altglienicke der Viertelfinaleinzug winken sollte. Die VSG brachte die letzte Viertelstunde routiniert über die Zeit und so setzte sich verdient die Mannschaft durch, die von Beginn an auch zeigte, im Pokal weiterkommen zu wollen. Während die Altglienicker Anhängerschar jubelte, schlichen sich die BAK-Spieler vom Platze, so wie auch einige ihrer Fans unter den nur 100 Zuschauern im Poststadion bei frostigen Temperaturen teils schon vor Spielabpfiff den Heimweg angetreten hatten.

VSG-Trainer Andreas Zimmermann: „Das ist ein super Jahresabschluss! Die Jungs haben sich für ihr engagiertes Spiel belohnt, hochverdient gewonnen und dadurch auch dem Verein ein schönes Geschenk gemacht.“

Aufstellung: Twardzik – Preiß, Kahlert (46. Donner), Lemke, Brehmer – Quiring (90. Steinhauer), Brunnemann, Skoda, Pütt – Uzan, Förster (87. Müller)

Tore: 0:1 Kahlert (10.), 0:2 Quiring (13.), 1:2 Cakmak (40.), 1:3 Pütt (67.), 1:4 Quiring (73.)

Gelbe Karte: Brehmer, Preiß

Joachim Schmidt